Gruselgeschichten

Die unheimliche Burgbesichtigung

2019

An einem eiskalten und nebeligen Freitagnachmittag im November machte ich, zusammen mit meiner Klasse, eine Wanderung zu einer uralten Burgruine. Nachdem wir die Burg besichtigt hatten, beschloss ich, heimlich auf der Burg zurückzubleiben. Der Burgführer hatte uns erzählt, dass es dort schon seit vielen Jahren spuken würde. Das konnte ich beim besten Willen nicht glauben und wollte mich selbst davon überzeugen. Ich wartete in einer kleinen Kammer, bis meine Klasse und die übrigen Besucher die Gemäuer verließen. Schließlich ging auch der Burgführer nach Hause und es wurde still. Ich war allein. Als ich aus meinem Versteck herauskam, war es bereits dunkel. Vorsichtig ging ich los, um mich in der alten Burg umzusehen.

In vielen Räumen standen alte, zerfallene Stühle. Der Burgführer hatte vergessen eine der Fackeln auszupusten. Ich nahm sie mir und lief durch die Räume. Sie waren alle ziemlich alt und sehr schmutzig. Immer wieder lief ich durch Spinnweben. Dann lief ich weiter durch die stockfinstere Burg. Der Wind pfiff durch die dreckigen Fenster und ich bekam eine Gänsehaut. Als ich in den kleinsten Raum ging, sah ich Äste, die von den alten Bäumen bis in die Burg ragten. Sie sahen wie viele kleine Monster aus und ich bekam ein sehr mulmiges Gefühl. Als ich in den Keller der Burg ging, knarrten die morschen Stufen unter meinen Füßen und mir schlotterten die Knie.

Unten angekommen fiel eine Vase herunter und ich erschrak fürchterlich. Plötzlich sah ich einen rumpelnden, alten Schrank. Erst betrachtete ich ihn nur. Ich war kurz davor wegzurennen, aber dann öffnet ich mutig den Schrank und rannte so schnell ich konnte durch die Burg. Ein scheußliches Monster mit 15 Augen, 20 Mündern, einer halben Nase, 15 Zehen und 100 Ohren schoss heraus. Das Fell des Monsters war blau mit grünen Punkten. Sein Atem stank fürchterlich und aus seinem Mund ragten viele lange, spitze Zähne gefährlich weit heraus. Mir rutschte das Herz in die Hose und ich war schweißgebadet.

Das Monster rannte mir hinterher, quer durch die Burg. Es rief: „Hallo! Bleib doch stehen, ich will dir nichts Böses.“ Irgendwie klang die Stimme nett, doch ich wusste nicht, ob ich ihm trauen sollte. Ich blieb stehen und fragte: „Was willst du von mir?“ ,,Ich möchte doch nur einen Freund haben. Auf der Burg ist es immer so langweilig“, erwiderte das Monster mit trauriger Stimme.

„Hallo ich heiße Tom und wie heißt du?“, fragte ich vorsichtig. „Ich heiße Hugo“, antwortete es. „Ich muss schnell nach Hause. Es ist schon spät“, sagte ich. Hugo überlegte nicht lange, nahm mich auf den Arm und rief: „Tschüss, bis zum nächsten Mal.“ ,,Tschüss“, antwortete ich. Dann warf er mich genau vor meine Haustür. Von diesem Tag an kam mich Hugo jede Nacht besuchen. Aber dieses Geheimnis behielt ich für mich. 

von Mika

Alleine nachts in der alten Burgruine

2019

Ich sah eine dunkle, gruselige Kammer, in der nur ein Bett war. Trotzdem ging ich hinein und schaute mich genau um. Es war ein sehr schmales Zimmer und an der rechten Wand hing ein Bild von einem Mann. Sein Name war auf Französisch geschrieben, aber ich konnte es lesen. Übersetzt hieß es: „Herr von Droste“. Ich überlegte, doch dann flackerte die einzige Flamme im Raum, eine Kerze. Ich wurde unruhig und eilte aus dem Raum heraus.

In der nächsten Kammer war es stockdunkel  und ein riesiger Windzug kam heraus. Ich bekam eine Gänsehaut und ging nicht ins Zimmer. Ich guckte mich um und sah eine Treppe. Sie war sehr alt und morsch, aber ich ging sie hoch. Die Treppe war rund gebogen, bis plötzlich ein Treppenaufzug an mir vorbeifuhr. Niemand war darin zu sehen. Unten war auch keiner, der den Knopf gedrückt haben könnte. „Komisch!“, sagte ich, „Sehr komisch!“

Die Treppen waren zu Ende und ich sah einen riesengroßen Raum. Ich ging hinein und erinnerte mich, was der Burgführer uns erzählt hatte: „Seit vielen Jahren spuckt es hier schon und mein Opa ist überzeugt davon, dass er das Wesen gesehen hat!“

Ich war mir sicher, ob ich hinein gehen sollte, aber meine Beine waren schneller. Sie bewegten sich irgendwie von alleine und plötzlich war ich im Raum. Die Tür hinter mir knallte zu und ich bekam ein sehr mulmiges Gefühl. Plötzlich hörte ich eine Motorsäge, die aufgedreht war und mir stockte der Atem. Ich konnte nichts sehen und machte deswegen eine kleine Kerze an. Ich sah, dass es nur der Baumfäller war. Ich rannte aber schnell zur Tür, sie war zum Glück nicht abgeschlossen. Danach ging ich die Treppe hinunter und als ich zur Tür gehen wollte, packte mich eine eiskalte Hand an der Schulter. Ein kalter Schauder lief mir den Rücken herunter. Ich drehte mich langsam um, aber da war niemand, bis plötzlich ein Gespenst vor mir auftauchte. Ich bekam Panik und Das Gespenst sagte zu mir: „Hallo.“ Es hatte feuerrote Augen, einen Räuberhut auf und besaß eine dunkel braune Weste. Ich fiel sofort in Ohnmacht und als ich aufwachte,  war zum Glück alles nur ein Traum gewesen.

von Denisa