Freiwillige gesucht!

Mehr Praxis geht kaum

- vier Ganztagsklassen suchen Freiwillige für das pädagogische Team

Dülmen. Kristin Brockmann absolviert gerade ihr freiwilliges soziales Jahr. Nach dem Abitur überlegte die Dülmenerin, „ob ich auf Lehramt studieren soll.“ Jetzt sammelt sie erst einmal praktische Erfahrungen, denn über das Diakonische Werk kam sie zur Paul-Gerhardt-Schule und komplettiert dort das pädagogische Team.

„Heute kommen diejenigen zu uns, die besonders motiviert sind und praktische Erfahrungen hautnah sammeln wollen“, so Marlies Stork-Schwabe.

In der Ganztags-Klasse 1a wird Kristin Brockmann gebraucht. „Wir arbeiten viel in kleinen Gruppen, und vor allem die Flüchtlingskinder brauchen viel Betreuung, denn sie sprechen oft kein Deutsch“, so Brockmann. 

Schulleiterin Marlies Stork-Schwabe ist begeistert von ihren „Freiwilligen“. So habe sich viel seit der Zeit des Zivildienstes geändert, „denn heute kommen diejenigen zu uns, die besonders motiviert sind und praktische Erfahrungen hautnah sammeln wollen.“ Ab August kann die Paul-Gerhardt-Schule noch mehr freiwillige Hilfe benötigen, denn dann werden dort gleich vier Ganztags-Klassen organisiert. Riccarda Büscher fehlt derzeit „ihrer“ Klasse 2a denn sie ist im Rahmen eines Diakonie-Seminars als Betreuerin mit in einer integrativen Skifreizeit unterwegs.

Über den Verein Regenbogen kam Vanessa Vogelsang an die Paul-Gerhardt-Schule und ist als Integrationshelferin in der ersten Klasse aktiv. „Mir macht diese Arbeit sehr viel Spaß, denn ich merke, dass ich gebraucht werde.“ Vanessa Vogelsang werden ihre praktische Erfahrungen an der Paul-Gerhardt-Schule wohl bei der Berufswahl beeinflussen. 

Noch nicht sicher über die Wahl ihres Studiums ist dagegen Maike Füßner, die in der Klasse 3a zwei Kinder unterstützt. „Ich war früher schon Begleiterin bei Ferienfreizeiten, und daher weiß ich auch, was man Kinder alles zutrauen kann.“

Die staatlich anerkannte Heilpädagogin Kathrin Riddermann, die für das Diakonische Werk den Fachbereich Offene Ganztagsschule leitet, freut sich über weitere Bewerber für die Paul-Gerhardt-Schule, „denn das freiwillige soziale Jahr bietet eine tolle Chance, in den Beruf der Lehrkraft und der Erzieherin im Ganztag Einblick zu bekommen. Mit den Erfahrungen aus diesem Praxisjahr geht man sehr gut vorbereitet in ein Studium oder entscheidet sich eventuell dagegen.“ Für eine erste Bewerbung haben die Organisatoren die Hürden bewusst niedrig angesetzt. „Da reicht erst einmal eine E-Mail.“ Und bei einer Hospitation können die neuen Bewerber dann Kristin Brockmann, Ricarda Büscher, Vanessa Vogelsang und Maike Füßner nach ihren Erfahrungen fragen. 

(Der Text wurde uns von der Dülmener Zeitung zur Verfügung gestellt)


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